Ethan hörte Jane zu und kam sich ziemlich fehl am Platz vor. Ihre Worte taten ihm tief drinnen für Aly weh, aber er wusste, dass Jane Recht hatte. Um sich nich all zu blöd vor zu kommen streichelte er Amber, welche zwischen Aly und Jane hin und her sah.
Aly sah Jane an und biss sich auf die Lippe. Ihre Gefühle spielten verrückt. "Ja, Jane, du bist ein Miststück, weil du mir als angeblich beste Freundin den Freund ausgespannt hast. Und innerhalb von 2 Wochen damit zwei mal den Jungen, an dem ich "interessiert" war. Aber verdammt nochmal, ich hatte auch Angst um dich wie alle anderen, als du operiert wurdest, und im St. Mungos lagst. Und eins solltest du verstehen: Es gab nie eine Zeit, in der ich völlig ohne inneren Schmerz war. Natürlich waren in der Zeit meine fröhlichen Gefühle stärker als der Schmerz, aber damals hab ich es noch nicht kontrollieren können. Es war wie eine Sucht. Ich habe so viel falsch gemacht in meinem Leben, so viele Menschen verletzt und enttäuscht und traurig gemacht, auch dich gerade in diesem Moment... Es ist, weil ich mich auf eine Art bestrafen muss, dafür, dass ich dir wehtue. Und Dan und Dray und Ethan, als sie es erfahren haben.", erklärte sie nüchtern, und verbannte die Gefühle aus ihrer Stimme, um überhaupt so weit kommen zu können.
**Ich wollte es nie wieder tun,** **Doch die Versuchung,** **Sie ist stärker als mein Wille.** **Ich tue es,** **Sehe die roten Tränen,** **Die langsam meinen Arm hinabrinnen,** **Und fühle mich frei.**
Jane schüttelte unbemerkt den Kopf, als Aly ihr das alles sagte. Eigentlich war das zu viel auf einmal und es trafen zu viele verschiedene Gefühle aufeinander.
"Wieso solltest du mir weh tun, Aly?" Fragte sie schließlich wieder ganz leise.
~Nicht alle sind glücklich, die glücklich scheinen. Manche lachen nur, um nicht zu weinen.~
Ethan hatte Aly zugehört und auch Jane's Frage verstanden. Amber sah mittlerweile ihn an. <Was willst du von mir, Amber? Soll ich eingreifen? Nein... das kann sie nicht wollen.>
"Tue ich das denn nicht?", stellte Aly die Gegenfrage, und fürchtete sich schon vor der Antwort.
**Ich wollte es nie wieder tun,** **Doch die Versuchung,** **Sie ist stärker als mein Wille.** **Ich tue es,** **Sehe die roten Tränen,** **Die langsam meinen Arm hinabrinnen,** **Und fühle mich frei.**
"Natürlich nicht, Aly. Du bist doch meine beste Freundin, egal, was passiert ist und du warst immer für mich da. Wie könnte ich von dir behaupten, dass gerade du mir weh tust?" Jane spürte einen Kloß im Hals.
~Nicht alle sind glücklich, die glücklich scheinen. Manche lachen nur, um nicht zu weinen.~
"Und du willst mir wirklich weismachen, dass das hier dir gerade nicht wehtut?", bohrte Aly weiter nach. <Ich will die Wahrheit. Es kann nicht einfach an ihr vorbeigehen.>
**Ich wollte es nie wieder tun,** **Doch die Versuchung,** **Sie ist stärker als mein Wille.** **Ich tue es,** **Sehe die roten Tränen,** **Die langsam meinen Arm hinabrinnen,** **Und fühle mich frei.**
"Du hast Recht, es tut mir in der Seele weh, wenn meine beste Freundin sich weh tut, nur weil sie sich selbst zu bestrafen und mit ihrem Problem vier Jahre nicht zu mir kommt. Ich will dir doch helfen, Aly." Wieder liefen Jane Tränen über die Wangen.
~Nicht alle sind glücklich, die glücklich scheinen. Manche lachen nur, um nicht zu weinen.~
"Ich wollte dich nicht mit meinen Problemem belasten, wenn du schon genug eigene hast, verstehst du das nicht? Ich will immer für dich da sein, und dann muss ich eben immer ganz für dich da sein, und will nicht, dass du durch meine Probleme deine zurückstellst!", murmelte sie, und sah auf den Boden <Ich muss doch funktionieren... Mum, Dad.... Ich funktioniere>, dachte sie
**Ich wollte es nie wieder tun,** **Doch die Versuchung,** **Sie ist stärker als mein Wille.** **Ich tue es,** **Sehe die roten Tränen,** **Die langsam meinen Arm hinabrinnen,** **Und fühle mich frei.**
"Ich bin nicht deine Eltern, für die du perfekt funktionieren musst, Aly. Du bist doch meine kleine Freundin, die mit mir Kekese klaut und sie isst und sich bei mir ausweinen darf, wenn ihr danach ist."
~Nicht alle sind glücklich, die glücklich scheinen. Manche lachen nur, um nicht zu weinen.~
Aly musste lachen, obwohl sie immernoch Tränen in den Augen hatte. "Aber....", fing sie an, und versuchte sich zu erklären. "Ich..." Hilflos sah sie Jane an. <4 Jahre.... Dafür?>
**Ich wollte es nie wieder tun,** **Doch die Versuchung,** **Sie ist stärker als mein Wille.** **Ich tue es,** **Sehe die roten Tränen,** **Die langsam meinen Arm hinabrinnen,** **Und fühle mich frei.**
Aly kam der Aufforderung nach,und umarmte Jane vorsichtig, während ihr wieder die Tränen über die Wangen liefen. <Das war nicht alles.>
**Ich wollte es nie wieder tun,** **Doch die Versuchung,** **Sie ist stärker als mein Wille.** **Ich tue es,** **Sehe die roten Tränen,** **Die langsam meinen Arm hinabrinnen,** **Und fühle mich frei.**
Beruhigend hielt Jane Aly im Arm und redete wie bei einem kleinen Kind auf sie ein.
"Pscht, alles wird gut. Ich bin bei dir." Jane streichelte vorsichtig Alys Rücken und schloss die Augen. Sie spürte wie ihr etwas schwindlig wurde.
>Ich habe meine Medizin vergessen einzunehmen.< Schoss es ihr plötzlich in den Kopf, doch blieb äußerlich unverändeich. Sie hoffte nur, dass die Schmerzen nicht wieder kommen würden.
~Nicht alle sind glücklich, die glücklich scheinen. Manche lachen nur, um nicht zu weinen.~
In Janes Armen beruhigte sich Aly wieder, und irgendwann löste sie sich sanft von ihr, und lächelte leicht.
<Das war nicht alles, und das weißt du!>, sagte eine Stimme in ihr.
<Ich weiß, aber SIE weiß es nicht! Und wichtig ist nur, dass SIE glücklich ist. Was mit mir ist, ist egal! So war es immer, und wird es immer bleiben!>, antwortete sie gedanklich auf die Stimme.
<Aber es wird dich kaputt machen.>, sagte wieder die Stimme.
<Bin ich doch schon längst.>, dachte Aly.
Sie ließ sich nichts von dem Gedanklichen Gespräch anmerken.
"Danke.", hauchte sie nur.
**Ich wollte es nie wieder tun,** **Doch die Versuchung,** **Sie ist stärker als mein Wille.** **Ich tue es,** **Sehe die roten Tränen,** **Die langsam meinen Arm hinabrinnen,** **Und fühle mich frei.**