Dan sah Ethan an, als wäre er nicht von dieser Welt. Und jetzt war der Spaß auch vorbei und er merkte, wie er sauer wurde. Ihm war echt nicht danach zumute. "Geh jetzt bitte. Ich will allein sein und mir ist nicht danach zu scherzen." Sagte er dann und sein Gesicht wurde wieder traurig.
"Sehe ich aus als würde ich scherzen?", fragte Ethan und stand auf. Er wusste, dass ihm niemand das glauben würde, aber was sollt er machen? Er lächelte traurig. "Wenn was ist ruf an. Und wenn bei uns was ist melden wir uns", sagte er nochmal.
"Mach ich, danke." Murmelte Dan nochmal und drükte die halb aufgerauchte Zigarette im Aschenbecher aus, ehe er sich mit dem Rücken zu Ethan ins Bett legte und wieder zusammen rollte. Wieder kehrten die Gedanken über Matt zurück und schoben Ethans komischen Wahnsinn beiseite.
Jane hatte die ganze Zeit unruhig darauf gewartet, was wohl jetzt passieren würde und wann Ethan endlich wieder heraus kommen würde. Es kam ihr wirklich wie eine verdammte Ewigkeit vor. Vielleicht durfte sie doch nochmal rein? Als sich die Tür von dem Zimmer öffnete, in dem Dan lag, stand Jane auf und lief zu Ethan. "Und?" Fragte sie ihn und sah ihn erwartungsvoll an.
"Er kommt nicht mehr heim und meldet sich wenn was ist", sagte Ethan und machte die Tür hinter sich zu. "Es geht ihm nciht wirklich besonders... eigentlich sogar richtig schlecht...", sagte Ethan traurig.
Das war genau das, was Jane hören wollte. "Was genau hat er gemacht? Wie hat er sich Verhalten?" Fragte Jane Ethan besorgt aus. "Kann ich vielleicht nicht doch mal zu ihm?"
"Er will dich niht sehen, Engel... tut mir Leid. Ich bin der einzige mit dem er momentan wohl redet außer Jess. Du bist Matt einfach zu ähnlich... allein die Augen. Er hat geraucht, TRänen in den Augen gehabt und geredet. Anfangs war er ziemlich krampfhaft verschlossen, aber ich glaube zum Ende hin war es besser." Ethan lächelte traurig. "Und von Matt wollte er, wie erwartet, gar nichts hören. Wie sollen wir das nur regeln? Wir sind doch nur 17 und die beiden sind erwachsene Männer."
Jane bekam unglaubliches Mitgefühl für ihren großen Bananenaffen, den sie doch so lieb hatte. "Er sollte das doch nicht machen, wieder weinen." Sagte sie leise und lehnte sich an Ethan. "Und was mach ich jetzt? Ich habe Matt versprochen ihn zurück zu holen. Wie soll ich das machen, wenn er mich nicht mal sehen will? Ich glaube, dass die Zukunft vielleicht doch nicht so toll ist, wie wir dachten. Ob wir neben all dem wirklich glücklich sein könnten? Ich glaube nicht."
"Er liebt Matt.... ich denke, dass er irgedwann zu ihm zurück kommt. Die beiden sollten sich erst Mal jeder beruhigen. Dann können wir weiter sehen. Wir lassen beiden einfach keine Ahnung... etwas Zeit eben." Ethan nahm Jane in den Arm. "Wir schaffen das... auch wenn wir nicht wissen, wie."
"Hauptsache du bleibst bei mir." Murmelte Jane in Ethans Arm und schloss kurz die Augen. "Was meinst du, apparieren wir zurück? Ich gehe dann zu Matt hoch und erzähle ihm davon und sehe nach ihm, was er macht."
"Können wir machen", sagte Ethan und schmiegte sich an seine Freundin, "Es muss sich so vieles verändert haben... ich habs sogar geschafft auf zu hören zu rauchen... warum hab ich aufgehört? Ich weiß gar nichts über mein Leben..."
"Nachher können wir uns ja ein wenig um uns kümmern. Die Kinder sind nicht da und ein Tag bei ihren Großeltern tut ihnen sicher gut. Ich wüsste so gern, was alles so passiert ist in der Vergangenheit. Ob diese Ichs auch in der Zukunft waren?" Das war schon wieder alles zu viel nachgedacht. "Bis gleich und dann nehm ich dich wieder ganz viel in den Arm." Sagte Jane schwach lächelnd und löste sich von ihrem Freund und apparierte.
Diesmal tauchte Jane mit Ethan direkt in der Wohnung von Jess auf. "Huch." Sagte Jane leise und sah sich gleich um, Jess schien jedoch nicht da zu sein. "Glück gehabt."