"Du weißt gar nicht, was ich mir von Ethan hab anhören dürfen. Da war es gerade andersrum. Und ich weiß genau, dass es stimmt was er mir alles vorgeworfen hat. Aber so sehr Ethan auch schimpft, er weiß, dass es mir wirklich Leid tut. Es hat mir schon Leid getan als ich gerafft hab, was da gerade passiert. Was wil ich mit Frauen? Gar nicht... ich hab ihnen vor fünf Jahren abgeschworen..." Matt blinzelte die TRänen weg. "Davon abgesehen sag ich das nur, damit du vielleicht doch zu mir zurück kommst. Das Bett ist so kalt ohne dich und mein Leben so leer."
"Dann solltest du mit Frauen wieder anfangen oder such dir einen anderen Typen, der das alles erträgt. Ich will nicht mehr. Ich will das alles nicht mehr. Also lass mich doch bitte einfach in Ruhe. Es ist schon schlimm genug dich so ständig in Gedanken zu sehen und deine Stimme zu hören." Dan quälte es und er wollte es los werden.
"Dann komm wenigstens das eine Mal noch mit... damit JAne zufrieden ist. Oder willst du die beiden und die Kinder auch nicht mehr sehen?" Matt sah Dan abwartend an sprach dann aber gleich weiter. "Komm jetzt mit und ich lasse dich danach für immer in Frieden, selbst wenn es schwer wird. Ich rede nicht mehr mit dir und gar nichts. VOn mir aus spring ich sogar in irgendeinen See und ersäuf mich... was immer du willst. Mir egal... aber tu Jane diesen Gefallen und komm mit. Zeig ihr, dass du dir nichts antun willst und nicht vom Dach hier springen willst. Wenn du mit mir schon abschließen willst dann wenigstens nicht mit ihnen. Ethan und Jane brauchen dich... und die Kinder fragen mich die ganze Woche schon wo du bist. Was soll ich ihnen denn noch sagen? Urlaub zieht nicht mehr, dass du arbeitest wie EThan glaubt Alex nicht.... Mir fallen langsam keine Ausreden mehr ein."
"Dann spring ich einfach, nachdem ich bei euch war, ganz einfach." Sprach Dan seinen Gedanken aus. Letztendlich würde ihn eh keiner daran hindern können. Und er wollte auch nicht, dass dies jemand tat. Doch als Matt meinte, dass er in den See springen würde, setzte er sich auf und sah ihn böse an. "Du wirst nicht springen." Knurrte er. Das wär´s noch. Er würde es sich so einfach machen und sich einfach umbringen.
"Warum willst du denn springen?", fragte Matt und man hörte ihm seine innere Verzweiflung an, "DU glaubst doch nicht, dass ich dich springen lasse oder? Zwischen uns kann passieren was immer will... ich werde dich aber nicht springen lassen... und wenn du mich schlägst und anschreist."
"Du kannst aber nicht immer bei mir sein und ich will auch nicht, dass du noch bei mir bist. Ich will einfach nicht mehr von dir abhängig sein, nie wieder von irgendwem. Wäre es nicht so, würde mich dieser Scheiß nicht so beschäftigen und es würde mich berühren. Ich will einfach nicht mehr. So schaffe ich es nie, dass es normal mit mir weiter geht. Es soll endlich vorbei sein und nicht mehr weh tun."
"Indem du springst tust du aber so vielen Menschen weh. Du nimmst Ethan und Jane ihren besten Freund. Alex und Moira ihren Danny...", Matt schluckte, "Mein Herz hast du ja schon, dass kannst du nicht mehr nehmen", fügte er dann leise hinzu. Er dachte an Janes Worte. 'Wenn er merkt, wie abhängig er ist kommt er zu dir zurück.' "Arschlecken", murmelte er beim Gedanken daran und hatte wieder Tränen in den Augen.
"Aber das mir jemand weh tut, interessiert wieder keinen! Du hast mein Herz auch und ich komme mir vor, als würdest du es treten, immer wieder! Und das hast du immer getan!"
"Ich lasse dich doch in Frieden... aber bitte spring nicht. Nur dieses allerletzte Mal bitte ich dich um etwas. Spring nicht", flehte Matt, "Bitte Dan. Und du merkst gar nicht, dass es mir genauso weh tut, wenn ich Mist baue wie dir. So bin ich eben... ich will das ja nicht machen... und wenn du springst kanni ch es genauso gut auch machen." Matt griff in seine Jacke und suchte die Zigaretten, doch sie waren weg. "Was für ein Depp klaut mir die Kippen?", fragte er sich leise und durchsuchte den ganzen Mantel.
Dan schloss einfach nur die Augen, als er spürte, wie einfach nur die Tränen kamen. Er wollte nicht weinen, nie mehr, auch nicht vor Matt. Er spürte den Wind in seinen Haaren und lehnte den Kopf nach hinten an die Brüstung. Er hatte nichts mehr zu sagen und am einfachsten wäre es, würde die Brüstung hinter ihm einfach verschwinden und er würde mit in die Tiefe stürzen.
Matt stand schließlich auf und lief zu Dan. Direkt neben ihm blieb er stehen und sah über die Brüstung. "Ganz schön tief", murmelte er und sah die kleinen Autos entlangfahren. Sein Bein berührte fast Dans Schulter und Matt sah schließlih auch zu dem Drummer runter. "Du musst mich shcon runter werfen, damit ich gehe", sagte er dann leise.
Dan stand plötzlich auf und ehe irgendetwas weiteres geschah, hatte Dan Matt schoh hoch gehoben und lehnte ihn über die Brüstung. "Ich mach das und ich lass dich los, nicht wie vor fünf Jahren." Sagte er und sah Matt genau in die Augen.
Matt klammerte sich an Dan fest. "Dann ist jetzt der Unterschied, dass ich dir jetzt vollkommen vetraue. Mach es doch wenn du willst... einen Unterschied macht es nicht, ob du mich fallen lässt oder nicht", sagte Matt und wich Dans Blicken keinesfalls aus. Seine blauen Augen glitzerten Dan provokant an.
"Gut zu wissen, dass du mir damals schon vertraut hast." Sagte er und ließ Matts Oberkörper los, so dass dieser ein ganzes Stück nach unten in Richtung Tiefe rutschte, doch im letzten Moment hielt Dan ihn an den Füßen fest. "Jetzt wärst du unten aufgekommen." Sagte er ca. zehn Sekunden später.
Matt stiegen die Tränen in die Augen. Er sah Jane vor seinem inneren Auge. Er schniefte und schloss die Augen. "Wenn du mich loswerden willst, dann lass mich fallen und mach es nicht spannend", sagte er dann mit fester Stimme. Dans Hände an seinen Füßen brachten seine Haut zum brennen und Matts Herz schlug ihm bis zum Hals. Er hatte keine Angst davor, dass Dan ihn fallen lassen würde. Allein der Gedanke Jane, Ethan und die Kinder nie wieder zu sehen ohne sich richtig verabschiedet zu haben brachte ihn wieder zum schniefen.